Wie alles anfing...

Mit der Überreichung einer alten Fischbrutkanne aus den Zeiten der ehemaligen "Staatlichen Fischzuchtanstalt Trier" (1892 bis 1970) an die Bezirksregierung Trier im Jahre 1991 regte Dr. Tomás Brenner vom Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz (damals Minister für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten) gleichsam die Aufarbeitung der Trierer Fischereigeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Lachsfischerei an. Damit wurde die intensive Suche nach alten Fischereigeräten zum Kristallisationspunkt für die Geschichte und für Geschichten der regionalen Fischerei. Mit diesem Museumsgrundstein rettete das Trierer Urgestein - Fischermeister Helmut Seiler - Wissen und Gebrauchsgut seiner Generation und seiner Vorgängergenerationen.

Fischbrutkanne der "Staatlichen Fischzuchtanstalt Trier" (1892-1970)

1994 präsentierte eine engagierte Gruppe von Berufs- und Angelfischern, Fischzüchtern und Fischereiverwaltungsbeamten um Fischermeister Helmut Seiler eine Fischereiausstellung zum Rheinland-Pfalz-Tag in Wittlich. Auf vielfachen Wunsch beteiligte sich die Gruppe erneut unter der Regie der Bezirksregierung Trier im Herbst des gleichen Jahres an der Moselland-Ausstellung in Trier. Die große Attraktivität der Präsentation basierte auf dem Gesamtbild, welches die Beschäftigung mit dem Fisch abzugeben vermag: Berufsausübung, sinnvolle Freizeitgestaltung, praktisches Wissen, zentraler Umweltbezug und vertrauenswürdige Nahrungsquelle.

Am 13.10.1994 formierte sich diese Gruppe unter der Schirmherrschaft der Bezirksregierung Trier zu dem Träger- und Förderverein "Haus der Fischerei". Vom ursprünglichen Antrieb, eine dauerhafte Bleibe für die Ausstellungsstücke zu finden, erweiterte sich diese Idee zu einem lebendigen, zukunftsorientierten Konzept unter besonderer Beachtung heutiger fischereilicher Ziele und Interessen. Die aktive Suche nach einem Haus mit Möglichkeiten zur Realisierung aller Aspekte während der erneuten Teilnahme an der Moselland-Ausstellung 1995 hatte sofort Erfolg. Die Moselgemeinde Oberbillig in der Verbandsgemeinde Konz bot geeignete Voraussetzungen.

 

 

Finanzierung

Das Projekt ist aus Fördermitteln der Europäischen Union (Leader II), der Dorferneuerung und der Fischerei des Landes Rheinland-Pfalz, des Landkreises Trier-Saarburg, der Verbandsgemeinde Konz und der Ortsgemeinde Oberbillig finanziert worden.

Die laufende Unterhaltung der Einrichtung erfolgt durch die wirtschaftlich arbeitenden Bereiche. Umfangreiche Untersuchungen haben die Tragfähigkeit dieser Konzeption bestätigt. Seit dem Baubeginn Ende 1997 ist ein Projekt in Gang gebracht worden, das von der Zusammenarbeit und dem Engagement vieler lebt.